Von der Rolle: Moritzgemälde im Hessischen Landesmuseum zur Restaurierung eingetroffen

Es ist ein Familienbild von besonderer Dimension: 2,35 mal 4,22 Meter misst das Ölgemälde „Landgraf Moritz von Hessen-Kassel mit seiner Familie“ von August Erich (1618-1628). Im Hessischen Landesmuseum, das im Dezember in Kassel wiedereröffnet, wird es eine besondere Attraktion auf Ebene zwei sein, die sich mit der nordhessischen Geschichte vom Mittelalter bis ins frühe 19. Jahrhundert befasst. Bis es soweit ist und die Besucher Landgraf Moritz und seiner Großfamilie Auge in Auge gegenübertreten können, sind wichtige Restaurierungsarbeiten nötig. Diese geschehen direkt vor Ort im neuen Ausstellungsraum auf einem großflächigen Tisch. Nun wurde das Gemälde mit einem Lastwagen zum Museum transportiert und von einer großen Rolle mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern abgerolllt. In den kommenden fünf Monaten wird es fachgerecht vom Atelier Kluger und Böhme aus Baunatal restauriert.

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Im Druck – Ausstellungstexte und Grafiken entstehen im Hessischen Landesmuseum

Texte und Grafiken sind wichtige Informationsträger im Museum. Sie sollen auf interessante und unterhaltsame Weise über die ausgestellten Objekte und ihre kulturgeschichtlichen  Zusammenhänge informieren. Die Texte zur neuen Dauerstellung im Hessischen Landesmuseum in Kassel liegen vor; alle benötigten Zeichnungen und Fotografien sind vorhanden. Nun müssen sie an den Wänden und Vitrinen der neuen Dauerausstellung angebracht werden – eine aufwendige Arbeit, die viel Geschick erfordert. Wir schauen den Mitarbeitern der Firma Eicher Werkstätten über die Schulter. Weiterlesen

Die Werkstatt steht

Wie Sie bereits hier erfahren konnten, war es gar nicht so einfach, den großen Webstuhl, der eine entscheidende Rolle im Ensemble der Werkstatt von Mörshausen spielt, an seinen endgültigen Platz im Museum zu manövrieren. Nachdem er einige Zeit gut verpackt in der Ecke verweilte, wurden nun auch alle anderen Maschinen und Ausstattungsgegenstände der Weberei Ferdinand Strube im Landesmuseum eingebracht. Diese Werkstatt hatte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf die Fertigung von Webblättern und Weblitzen spezialisiert. Im Landesmuseum steht die Weberei Strube als Beispiel für einen Handwerksbetrieb, der weiterbestand, während viele andere Handwebereien durch die Konkurrenz maschinell gefertigter Industrieprodukte verdrängt wurden. Mit der Umstellung der Werkstatt auf andere Produkte, und zwar die Herstellung von Webgeschirren, konnte nämlich ein neuer Kundenstamm aufgebaut werden.

Wie der Einzug der Werkstatt genau ablief? Sehen Sie selbst: Weiterlesen

Von der Idee zum Meisterwerk – Stiftungen ermöglichen bedeutenden Ankauf für das Hessische Landesmuseum

»Paris« …

... und »Bacchantin« des Bildhauers Pierre Étienne Monnot (1657–1733).

… und »Bacchantin«.

 

 

 

 

Vergangene Woche war es soweit, die Kunstwelt blickte gespannt nach Kassel, als die beiden bislang unbekannten Terrakotta-Statuetten »Paris« und »Bacchantin« von Pierre Étienne Monnot (1657–1733) der Öffentlichkeit präsentiert wurden.

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Tag des Deutschen Bieres

Morgen, am 23. April 2016, ist Tag des Deutschen Bieres. Auf Betreiben des Deutschen Brauer-Bundes eingeführt, wird er seit dem Jahr 1994 regelmäßig begangen. Gefeiert wird der Erlass des deutschen Reinheitsgebotes im Jahr 1516. Grund für uns, dass wir uns einmal näher mit den Objekten rund um das Thema „Bier“ aus der Sammlung Volkskunde der MHK beschäftigen – abseits von Humpen, Fass und Zapfhahn.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ausgrabung mit Folgen – das Gräberfeld von Lembach

„Das Aufdecken eines Grabes ist hier sehr leicht.“ Diese Aussage findet sich in einem 1873 aufgesetzten Brief des Gutsbesitzers Deichmann aus dem kleinen Ort Lembach nahe Borken im Schwalm-Eder-Kreis. Der Brief richtete sich an den damaligen Direktor des Museums Fridericianum in Kassel, Eduard Pinder (1836-1890). Deichmann hatte großflächige Rodungen eines Waldgebietes vornehmen lassen, um neues Ackerland zu gewinnen. Dabei waren ihm zahlreiche Grabhügel eines ausgedehnten vorgeschichtlichen Gräberfeldes aufgefallen. Weiterlesen

Sabine Buchholz: Objekte zum Sprechen bringen

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Zur neuen Ausstellung im Hessischen Landesmuseum wird es kreative pädagogische Angebote für Schüler aber auch für Erwachsene geben. Sabine Buchholz, Leiterin der Abteilung Vermittlung und Bildung der MHK, erarbeitet Formate, in denen die Besucher aktiv einbezogen werden und die Geschichte zum Leben erweckt wird.

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„Wundervoll ist Bacchus Gabe,…“ Der Tafelbrunnen mit Neptun und Bacchus

Der Alkoholgenuss in geselliger Runde hatte in der frühen Neuzeit eine zentrale Bedeutung. Besonders bei Festen und Gelagen wurde das gemeinschaftliche Trinken zelebriert. Die fürstlichen Tafeln und Buffets waren dabei stets mit möglichst prunkvoll und aufwendig gestalteten Trinkgerätschaften gedeckt. Sehr eindrucksvoll veranschaulicht diesen Brauch der Tafelbrunnen mit Neptun und Bacchus, der ab Dezember 2016 wieder in der neuen Dauerausstellung des Hessischen Landesmuseums in Kassel zu sehen sein wird.

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Tafelbrunnen mit Neptun und Bacchus, um 1652/53, Melchior I Gelb, Silber, teilvergoldet und Silberblech, Augsburg.

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Christus als Schmerzensmann

Die ab kommenden Dezember in der neuen Dauerausstellung des Hessischen Landesmuseums ausgestellte Holzskulptur zeigt Christus im Bildtypus des Schmerzensmannes, auch Erbärmdebild oder Erbärmdechristus genannt.

Hans Multscher und Werkstatt, Ulm, um 1460, Lindenholz, gefasst, 73 x 29 x 17 cm.

Hans Multscher und Werkstatt, Ulm, um 1460,
Lindenholz, gefasst, 73 x 29 x 17 cm.

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Rekonstruktion des Steinkammergrabes von Züschen im Hessischen Landesmuseum

Die Grabrekonstruktion im Bau

Die Grabrekonstruktion im Bau.

Im Rundgang durch die neue Ausstellung zur Vor- und Frühgeschichte im Hessischen Landesmuseum in Kassel entsteht das Steinkammergrab von Züschen neu. Genauer gesagt ein Teil davon, denn für eine vollständige Rekonstruktion ist das Original mit rund 20 m Länge viel zu groß. Abgüsse von 5 Wandsteinen – bis zu 3 m lang und etwa 1,5 m hoch – zeigen das Endstück der Kammer im Innern einer großen Vitrine. Sie vermitteln einen Eindruck vom Aussehen des Grabes zur Zeit seiner Nutzung in der mittleren Jungsteinzeit vor etwa 5500 bis 4800 Jahren. Weiterlesen