Ein Blog für alle – die MHK bloggt zusammen

Ab 2018 wird zusammen gebloggt! Wir freuen uns, dass mit dem Start des neuen Jahres nun wieder regelmäßig Blogbeiträge erscheinen werden. Dafür haben wir uns mit allen Sammlungen, Häusern, Parks und Kollegen der MHK zusammengetan und einen neuen gemeinsamen Blog erstellt. Tolle Neuigkeiten, Blicke hinter die Kulissen und interessante Details zu unserer Arbeit finden Sie ab sofort unter https://blog.museum-kassel.de/.

 

Wegpacken oder Ausstellen – DGV-Fachtagung, 7. bis 8. April 2017

Die Sammlung Volkskunde der Museumslandschaft Hessen Kassel lädt ein zur

23. Fachtagung der DGV-Kommission für Sachkulturforschung und Museum bei der Museumslandschaft Hessen Kassel (Hessisches Landesmuseum in Kassel) vom 7. bis 8. April 2017

Wegpacken oder Ausstellen – Volkskundliche Sammlungen zwischen Abwicklung und Entwicklung

Volkskundliche bzw. alltagsgeschichtliche Sammlungen und Museen haben im großen Konzert der Kunst- und Kulturhistorischen Museen oft einen schweren Stand. Zu gewöhnlich erscheinen die Sammlungen, zu alltäglich die Objekte, zu lebensnah die erzählte Geschichte. Gleichzeitig aber berühren sie unmittelbar den Erfahrungshorizont ihrer Besucher, die Bezüge zur eigenen Lebenswelt herstellen können. So bieten sich gerade volkskundliche Präsentationen für partizipative Ausstellungsstrategien an. Auch zeigen Ausstellungskonzepte, die die Zuwanderungsgeschichte in ihre Themen integrieren, dass die Volkskunde in einer sich verändernden Gesellschaft eine wichtige Rolle spielt.

Einige Sammlungen und Museen mit alltagsgeschichtlichem Schwerpunkt haben ihre Dauerausstellung überarbeitet und neue Wege der Präsentation und Vermittlung beschritten. Was haben sie anders gemacht als ihre Vorgänger? Welche Ideen leiteten sie dabei? Welche Rolle spielt dabei die Ausstellungsgestaltung?

Andere Sammlungen wurden weggepackt und der Öffentlichkeit entzogen. Manche Museen kämpfen um ihren Erhalt. Was passiert mit den eingelagerten Objekten? Welche Gründe haben zur Schließung von Museen geführt? Was muss getan werden, damit solche Beispiele nicht Schule machen? Wie kann man dem eigenen Haus die Relevanz verleihen, die es davor bewahrt?

Tagungsprogramm:

Programm_DGV_Tagung_KS

Veranstalter:

Sammlung Volkskunde, Museumslandschaft Hessen Kassel

Kontakt und Organisation:

Dr. Martina Lüdicke, Almuth Kölsch M.A., Museumslandschaft Hessen Kassel, Postfach 410 420, 34066 Kassel, Tel.: 0561 31680 356, Mail: a.koelsch@museum-kassel.de

Tagungsort: 

Sonderausstellungsraum in Ebene 4
Hessisches Landesmuseum, Brüder-Grimm-Platz 5, 34117 Kassel
www.museum-kassel.de

Tagungsgebühr:

Studierende 20 €, dgv-Mitglieder 40 €, Gäste 60 €, Tageskarte 35 €

Anmeldeschluss: Die Tagung ist ausgebucht.

Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

Straßenbahn-/Bushaltestelle: Rathaus/Fünffensterstraße, Fußweg zum Hessischen Landesmuseum etwa 5 Minuten.

Vom ICE-Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe fahren die Straßenbahnlinien 1, 3 und 4 bis zur Haltestelle Rathaus/Fünffensterstraße.

Impressionen der Eröffnung

Mit einem vielfältigen Programm wurde das Hessische Landesmuseum Ende November wiedereröffnet. Für alle, die nicht dabei sein konnten, gibt es hier ein paar Impressionen.

Fotos: MHK, Jana Hartmann

Das Hessische Landesmuseum eröffnet!

Es ist soweit: Mit einem großen Eröffnungswochenende werden heute und morgen die Tore zum neu gestalteten Hessischen Landesmuseum wieder für Sie geöffnet! Von 11 bis 18 Uhr erwartet Sie an beiden Tagen ein umfangreiches Programm. Der Eintritt ist frei!

Schauen Sie hier einmal hinter die Kulissen des Museums. Der Film zeigt, wie sich die Räume auf den drei Ebenen im Laufe der letzten Monate verändert haben. Durch die fleißige Arbeit unzähliger Hände präsentiert sich das Hessische Landesmuseum nun im neuen Glanz!

Noch 1 Tag

Unter unseren Füssen…

161125 (vf40352)…sammelt sich im Laufe der Jahrtausende so manches. So wird auch unser Müll irgendwann zum archäologischen Objekt. Diese Besteckteile fanden sich beispielsweise bei Grabungen im Stiftsbezirk von Bad Hersfeld. Was dort aus unserer jüngeren Vergangenheit außerdem zutage kam, verraten wir Ihnen im Hessischen Landesmuseum.

Noch 2 Tage

Ein kunstseidener Traum Etui für Feinstrümpfe

»Hochelastisch, haltbar und transparent«: Damen bewahrten ihre wohl gehegten Feinstrümpfe in den 1950/60er Jahren in Etuis wie diesem auf, gerade auf Reisen oder unterwegs. Sollte es dennoch zur gefürchteten Laufmasche kommen, so war hoffentlich eine Repassierwerkstatt in der Nähe, um die Feinstrümpfe schnell flicken zu lassen. Als die Strümpfe später erschwinglicher wurden, flickte niemand mehr – ganz zur Freude der Strumpfindustrie. Werfen Sie einen Blick in das Feinstrumpf-Etui – demnächst im Hessischen Landesmuseum.

Noch 3 Tage

Ein Modell der Bauleidenschaft

Sammlung Angewandte KunstSpuren davon sind heute am modernen Kasseler Regierungspräsidium nicht mehr zu erahnen: Hier stand einst das alte landgräfliche Residenzschloss, das im November 1811 abbrannte. Kurfürst Wilhelm I. plante an dieser Stelle einen Neubau von kolossaler Größe ähnlich wie Versailles oder der Residenz Würzburg: Die so genannte Kattenburg. Für das Bauwerk von der etwa vierfachen Größe des alten Schlosses wurde später jedoch lediglich der Grundstein gelegt und der Rohbau im Erdgeschoss vollendet. Nach dem Tod des ambitionierten Kurfürsten gingen die Arbeiten nicht mehr weiter. Was bleibt, ist das Modell des prächtigen Bauprojekts, das in Kassel nie Realität wurde. Sehen Sie es sich in Kürze im Hessischen Landesmuseum genauer an.

Noch 4 Tage

Pferdeschwanz oder Lockenkopf?

161119 (vf10211)Wie der frühmittelalterliche Mann aus dem nordhessischen Goddelsheim sein Haar trug, können wir nicht mehr sagen. Da er einen Kamm mit ins Grab bekam, legte er aber wohl Wert auf eine gute Frisur. Was wir ansonsten über ihn wissen, erfahren Sie im Hessischen Landesmuseum.

Noch 5 Tage

Zum liebevollen Gedenken Erinnerungskreuz für Aloys Bieker

Viele Söhne kehrten im Zweiten Weltkrieg nicht mehr nach Hause zurück. Dieses Kreuz erinnert an Aloys Bieker, der wie sein Bruder im Krieg gefallen war. Zusammen mit Fotos der Toten bildete das Erinnerungskreuz in der Küche der Eltern einen privaten Gedächtnisort. Sehen Sie dieses besondere Zeitzeugnis bald im Hessischen Landesmuseum!

 

Noch 6 Tage

Zu Ehren des Landgrafen

friedrichEs war eine verheerende Lage, in der Kassel sich 1760 befand. Große Schäden des Siebenjährigen Krieges waren zu überwinden, als die Regierungszeit Landgraf Friedrichs II. von Hessen-Kassel begann. Mit Reformen des wirtschaftlichen, sozialen und städtischen Lebens prägte er den Aufbauprozess und förderte im großen Stil Kunst und Wissenschaft. Friedrich zu Ehren wurde 1783 ein Standbild auf dem Friedrichsplatz in der Nähe des Museum Fridericianum errichtet. Das Modell zum Denkmal hatte Johann August Nahl d. Ä. zwischen 1771 und 1783 entworfen. Sehen Sie das 36,8 Zentimeter große Modell demnächst im Hessischen Landesmuseum!