Baufortschritte im Hessischen Landesmuseum

„Dein Museum fängt an, mir Freude zu machen […]“, schrieb der Architekt Theodor Fischer an den Museumsdirektor Johannes Boehlau im Dezember 1910, nachdem die Bauarbeiten am neuen Landesmuseum nach langer und mühsamer Vorbereitung endlich begonnen hatten. Heute, im Frühjahr 2015, ist die aktuelle Baumaßnahme zum Glück bereits über den Anfang hinaus gediehen. Vieles, was bislang nur in den Plänen und Entwürfen zu sehen war, ist jetzt schon am Gebäude selbst zu erleben. Und dementsprechend fängt das Museum an, auch uns Freude zu bereiten. Trotzdem liegt bis zur Fertigstellung der Bauarbeiten und erst recht bis zur Einrichtung und letztendlichen Eröffnung des Hauses noch eine beachtliche Wegstrecke vor uns. Bis es soweit ist, wollen wir uns ansehen, was es Neues auf der Baustelle gibt. Weiterlesen

Die Sammlungsleiterinnen (2): Dr. Antje Scherner

Dr. Antje Scherner

Liebe Frau Scherner, vielen Dank, dass Sie sich Zeit für dieses Interview nehmen. Wovon halte ich Sie gerade ab?

Gerade sind wir in den letzten Zügen der Korrekturen der Objektbeschriftungen. Auch wenn diese praktisch fertig sind, müssen doch neue Erkenntnisse, etwa zu den Materialzusammensetzungen, eingearbeitet werden.

Welchen Berufswunsch hatten Sie mit fünf Jahren? Weiterlesen

Generation Volontariat? – Die Bundesvolontärstagung 2015 in Nürnberg

„Generation Volontariat? Chancen und Perspektiven einer Ausbildung am Museum“ – so lautete der Titel der diesjährigen Bundesvolontärstagung in Nürnberg. Vom 20.-22. Februar 2015 öffnete das Germanische Nationalmuseum der mittelfränkischen Metropole für gut 200 Volontärinnen und Volontäre aus ganz Deutschland seine Pforten. Als einzige bundesweite Veranstaltung dieser Art bietet die Bundesvolontärstagung Gelegenheit, sich über die Bedingungen und Möglichkeiten der Volontärsausbildung an Museen, in der Denkmalpflege und in ähnlichen Kultureinrichtungen auszutauschen. Auch das Redaktionsteam des Blogs zum Hessischen Landesmuseum in Kassel war mit drei seiner Mitglieder dabei. Weiterlesen

Selbstgeschrieben. Zum Umgang mit subjektiven Selbstzeugnissen als historische Quelle in der Sammlung Volkskunde

Ob Tagebuch oder Feldpostbrief, Liederbuch oder Rezeptheft. Trotz ihrer unterschiedlichen Funktionen haben all diese schriftlichen Selbstzeugnisse eines gemeinsam: Sie geben uns Auskunft über das subjektive Erleben und Empfinden eines Individuums in seiner Zeit. Durch diese selbstgeschriebenen Quellen, die u. a. durch Schenkungen von Nachlässen in die Sammlung Volkskunde gelangen, erfahren wir etwas über vergangene Alltage und Lebensgewohnheiten auch von Menschen aus der unteren und mittleren sozialen Gesellschaftsschicht, die sonst nur als Teil der anonymen Masse des Volks in der Geschichte auftauchen. Weiterlesen