Dem Blaufärber über die Schulter geschaut

Wer kennt heute noch Löffelschnitzer, Kötzenmacher und Gelbgießer? Und was hat eigentlich ein Blaufärber genau gemacht? Eine Reise in vergangene Arbeitswelten alter Handwerke bietet die neue Dauerausstellung des Hessischen Landesmuseums. Berufe, die bis ins 19. Jahrhundert in vielen Werkstätten Nordhessens ausgeübt wurden, sind nicht nur ein Teil unserer regionalen Geschichte, sie lassen uns auch verstehen, wie abgekoppelt wir heute vom Entstehen vieler unserer Gebrauchsgegenstände sind. Blicken wir einmal in eine Blaufärberwerkstatt von damals.

vk92692-aus Privatbesitz-Rock, Schuerze uGuertelband

Schwälmer Tracht eines jungen Mädchens.
Der Stoff von Rock und Schürze
wurde in Handarbeit blau und schwarz gefärbt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Von der Rolle: Moritzgemälde im Hessischen Landesmuseum zur Restaurierung eingetroffen

Es ist ein Familienbild von besonderer Dimension: 2,35 mal 4,22 Meter misst das Ölgemälde „Landgraf Moritz von Hessen-Kassel mit seiner Familie“ von August Erich (1618-1628). Im Hessischen Landesmuseum, das im Dezember in Kassel wiedereröffnet, wird es eine besondere Attraktion auf Ebene zwei sein, die sich mit der nordhessischen Geschichte vom Mittelalter bis ins frühe 19. Jahrhundert befasst. Bis es soweit ist und die Besucher Landgraf Moritz und seiner Großfamilie Auge in Auge gegenübertreten können, sind wichtige Restaurierungsarbeiten nötig. Diese geschehen direkt vor Ort im neuen Ausstellungsraum auf einem großflächigen Tisch. Nun wurde das Gemälde mit einem Lastwagen zum Museum transportiert und von einer großen Rolle mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern abgerolllt. In den kommenden fünf Monaten wird es fachgerecht vom Atelier Kluger und Böhme aus Baunatal restauriert.

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Im Druck – Ausstellungstexte und Grafiken entstehen im Hessischen Landesmuseum

Texte und Grafiken sind wichtige Informationsträger im Museum. Sie sollen auf interessante und unterhaltsame Weise über die ausgestellten Objekte und ihre kulturgeschichtlichen  Zusammenhänge informieren. Die Texte zur neuen Dauerstellung im Hessischen Landesmuseum in Kassel liegen vor; alle benötigten Zeichnungen und Fotografien sind vorhanden. Nun müssen sie an den Wänden und Vitrinen der neuen Dauerausstellung angebracht werden – eine aufwendige Arbeit, die viel Geschick erfordert. Wir schauen den Mitarbeitern der Firma Eicher Werkstätten über die Schulter. Weiterlesen

Die Werkstatt steht

Wie Sie bereits hier erfahren konnten, war es gar nicht so einfach, den großen Webstuhl, der eine entscheidende Rolle im Ensemble der Werkstatt von Mörshausen spielt, an seinen endgültigen Platz im Museum zu manövrieren. Nachdem er einige Zeit gut verpackt in der Ecke verweilte, wurden nun auch alle anderen Maschinen und Ausstattungsgegenstände der Weberei Ferdinand Strube im Landesmuseum eingebracht. Diese Werkstatt hatte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf die Fertigung von Webblättern und Weblitzen spezialisiert. Im Landesmuseum steht die Weberei Strube als Beispiel für einen Handwerksbetrieb, der weiterbestand, während viele andere Handwebereien durch die Konkurrenz maschinell gefertigter Industrieprodukte verdrängt wurden. Mit der Umstellung der Werkstatt auf andere Produkte, und zwar die Herstellung von Webgeschirren, konnte nämlich ein neuer Kundenstamm aufgebaut werden.

Wie der Einzug der Werkstatt genau ablief? Sehen Sie selbst: Weiterlesen