Das Hessische Landesmuseum eröffnet!

Es ist soweit: Mit einem großen Eröffnungswochenende werden heute und morgen die Tore zum neu gestalteten Hessischen Landesmuseum wieder für Sie geöffnet! Von 11 bis 18 Uhr erwartet Sie an beiden Tagen ein umfangreiches Programm. Der Eintritt ist frei!

Schauen Sie hier einmal hinter die Kulissen des Museums. Der Film zeigt, wie sich die Räume auf den drei Ebenen im Laufe der letzten Monate verändert haben. Durch die fleißige Arbeit unzähliger Hände präsentiert sich das Hessische Landesmuseum nun im neuen Glanz!

Noch 3 Tage

Ein Modell der Bauleidenschaft

Sammlung Angewandte KunstSpuren davon sind heute am modernen Kasseler Regierungspräsidium nicht mehr zu erahnen: Hier stand einst das alte landgräfliche Residenzschloss, das im November 1811 abbrannte. Kurfürst Wilhelm I. plante an dieser Stelle einen Neubau von kolossaler Größe ähnlich wie Versailles oder der Residenz Würzburg: Die so genannte Kattenburg. Für das Bauwerk von der etwa vierfachen Größe des alten Schlosses wurde später jedoch lediglich der Grundstein gelegt und der Rohbau im Erdgeschoss vollendet. Nach dem Tod des ambitionierten Kurfürsten gingen die Arbeiten nicht mehr weiter. Was bleibt, ist das Modell des prächtigen Bauprojekts, das in Kassel nie Realität wurde. Sehen Sie es sich in Kürze im Hessischen Landesmuseum genauer an.

Noch 6 Tage

Zu Ehren des Landgrafen

friedrichEs war eine verheerende Lage, in der Kassel sich 1760 befand. Große Schäden des Siebenjährigen Krieges waren zu überwinden, als die Regierungszeit Landgraf Friedrichs II. von Hessen-Kassel begann. Mit Reformen des wirtschaftlichen, sozialen und städtischen Lebens prägte er den Aufbauprozess und förderte im großen Stil Kunst und Wissenschaft. Friedrich zu Ehren wurde 1783 ein Standbild auf dem Friedrichsplatz in der Nähe des Museum Fridericianum errichtet. Das Modell zum Denkmal hatte Johann August Nahl d. Ä. zwischen 1771 und 1783 entworfen. Sehen Sie das 36,8 Zentimeter große Modell demnächst im Hessischen Landesmuseum!

Noch 9 Tage

Von Terrakotta zu Marmor

Sie kennen die beiden bereits vielleicht aus dem Marmorbad in der Kasseler Karlsaue: Die Figuren Paris und Bacchantin von Pierre Étienne Monnot. Den dortigen großen Marmorstatuen lagen diese beiden 63 und 66 Zentimeter großen Terrakottamodelle zugrunde, die nun im Hessischen Landesmuseum zu sehen sein werden. Die Werkstattmodelle aus der Zeit zwischen 1692 und 1714 zeugen vom künstlerischen Entwicklungsprozess, den der Künstler an den mythologischen Figuren vornahm. Vermutlich waren die Modelle vorerst ohne konkreten Auftrag in Rom entstanden. Landgraf Carl erwarb sie Anfang des 18. Jahrhunderts und holte sie nach Kassel.

Was verbinden Sie mit Hessen?

 

In zehn Tagen (26.-27. November) feiern wir die Eröffnung des Hessischen Landesmuseums. Was verbinden Sie mit Hessen? Mitarbeiterinnen der Sammlung Volkskunde der MHK waren unterwegs in der Region und haben nachgefragt.

Noch 12 Tage

Filigranste Details in Glas

glas

Wagen Sie einen Blick in die „Glaskugel“: Kunstvoll auf wenigen Quadratzentimetern eingeschliffen ist hier Landgraf Carl zu Pferde in Begleitung der Göttin Minerva zu sehen. Entstanden ist die Glasdose etwa 1689 in der Steinschleifmühle im Kasseler Schlossgraben, einem damals herausragenden Zentrum der Stein- und Glasschneidekunst in Deutschland. Wenn Sie die Glasdose demnächst im Hessischen Landesmuseum genau betrachten, werden Sie sogar das Muskelspiel, den flaumigen Federbusch des Helms und die emporwirbelnde Mähne des Pferdes erkennen, die Glasschneidemeister Christoph Labhardt filigran gearbeitet hat.

Noch 15 Tage

Eine Luxustischplatte erzählt Geschichte(n)

rheinfels

Ein vielfältiges Mosaik aus wertvollen Schmucksteinen zeigt die Festung Rheinfels am Mittelrhein, die unter der Hoheit der Landgrafen von Hessen-Kassel stand. Die Pietra-dura-Tischplatte wurde im Auftrag von Landgraf Carl in einer Luxusgütermanufaktur ab 1701 vom italienischen Spezialisten Francesco Mugniai aus Florenz angefertigt. Im Vordergrund der Flusslandschaft ist Minerva, die Göttin der taktischen Kriegsführung begleitet von zwei Löwen zu sehen. Oberhalb sind Kriegstrophäen und die Fahnen zweier hessischer Regimenter dargestellt. Rankenwerk, Blumen, Vögel und Füllhörner, rahmen das Bildfeld ein. Doch es steckt viel mehr dahinter als wahre Steinschleifkunst: Erfahren mehr über die „Rheinfels-Frage“, die halb Europa beschäftigte, demnächst im Hessischen Landesmuseum!

Noch 18 Tage

Landgraf, Held und Göttin aus Elfenbein

Sie krönten einst eine hochberühmte Planetenlaufuhr und sind nun im Hessischen Landesmuseum zu bewundern: Die Elfenbeinstatuetten »Herkules«, »Minerva« und »Landgraf Carl zu Pferde«. Gemeinsam bekrönten die 20 bis 22,5 Zentimeter großen Figuren mit weiteren Statuetten das Holzgehäuse der 1561 vollendeten Planetenlaufuhr Eberhard Baldeweins. Landgraf Carl von Hessen-Kassel gab das prachtvolle Nussbaumgehäuse vermutlich im ersten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts in Auftrag. Als Schöpfer des Gehäuses gilt der hugenottische Meister Paul Collignon, die Autorschaft der Elfenbeinfiguren hingegen blieb umstritten. Bewundern Sie das wertvolle Dreigestirn demnächst im Hessischen Landesmuseum!

Noch 21 Tage

Höchste barocke Bernsteinkunst

bernstein

Friedrich Wilhelm von Brandenburg und seine Frau Louise Henriette, dargestellt in feinsten Details aus purem Bernstein: Das etwa 23 Zentimeter hohe Kästchen, das Sie bald im Hessischen Landesmuseum sehen können, ist ein Hauptwerk barocker Bernsteinkunst. Vermutlich gelangte das Kästchen als wertvolles Geschenk zur Hochzeit Landgraf Carls mit seiner Cousine Maria Amalie von Kurland nach Kassel. Es dürfte eine Auftragsarbeit für den Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg um 1650 bis 1660 gewesen sein. Friedrich Wilhelm, der ein Onkel der Brautleute war, setzte Geschenke aus begehrtem Bernstein zu diplomatischen Zwecken und als besondere Gunstbeweise ein, da er seit 1643 das Monopol für Bernsteingewinnung und -handel hielt.

Noch 24 Tage

Frankreichs König aus Wachs

wachs

Seine Totenmaske diente als Vorlage für diese Büste: Das Abbild aus Wachs entstand nach der Ermordung Heinrichs IV. im Jahr 1610. Wie keine andere Bildform vermochten Wachsbüsten in den europäischen Schlössern den fürstlichen Verwandten oder Verbündeten zu vergegenwärtigen oder ihm ein Andenken zu setzen. König Heinrich IV. trägt die Ordenskette und das Kreuz des französischen Ordens vom Heiligen Geist. Sehen Sie die Büste demnächst im Hessischen Landesmuseum!