Noch 27 Tage

Ein Familienporträt im Großformat

moritzgemaeldeEine wahre Großfamilie: Landgraf Moritz präsentiert sich auf etwa vier Metern Leinwand mit seiner zweiten Ehefrau Juliane von Nassau-Dillenburg und den vierzehn gemeinsamen Kindern. Als das Porträt im Jahr 1618 entstand, waren zunächst nur neun bis dahin geborene Nachkommen zu sehen. Erst etwa zehn Jahre später wurde das Bild mit den fünf nach 1618 geborenen Kindern des Landgrafenpaares vervollständigt. Die kostbare Kleidung der landgräflichen Familie, aber auch die wertvollen exotischen Tiere wie Mops und Papagei, veranschaulichen den Reichtum der Landgrafschaft sowie deren Standesanspruch innerhalb der fürstlichen Hierarchie der europäischen Herrscher. Sehen Sie das beeindruckende Familienbildnis demnächst im Hessischen Landesmuseum!

Noch 30 Tage

Aus der landgräflichen Silberkammer

nautiluspokalDieser Pokal aus der Silberkammer des Schlosses ist unveräußerlich! Landgraf Wilhelm IV. bestimmte zehn wertvolle Kunstschätze, die immer beim regierenden Fürsten in Kassel verbleiben und auch bei Erbteilungen nicht veräußert werden durften. Dieser Pokal gilt als frühes Beispiel für einen zum Trinkgefäß gefassten Nautilus und war ein Geschenk der bedeutenden Augsburger Kaufmannsfamilie Welser an Philipp den Großmütigen. Tauchen Sie demnächst im Hessischen Landesmuseum in viele weitere Schätze der Landgrafen ein!

Noch 33 Tage

Die Becher des Ritters

haeufebecherDieses Trinkgeschirr besteht aus acht stapelbaren Einzelbechern, so genannten frühneuzeitlichen Häufebechern. Besonders bedeutend machen dieses Geschirr aus dem Besitz des Reichsritters Franz von Sickingen (1518-1521) seine selten erhaltene Vollständigkeit und der historische Kontext. Bei dem „Sickingen-Becher“ handelt es sich gleich um zweifache Kriegsbeute. Franz von Sickingen ließ es einst aus Beutesilber anfertigen und verlor es später im Kampf seines ritterschaftlichen Adels gegen die Fürstenmacht an Philipp den Großmütigen. Schauen Sie sich die acht Becher demnächst im Hessischen Landesmuseum genauer an!

Interview mit Bernd Küster, Direktor der MHK

Im kommenden Monat wird das Hessische Landesmuseum wiedereröffnet. Wir sprachen mit dem Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel, Bernd Küster, über die Bedeutung dieses Ereignisses für die MHK, aber auch für Kassel und die Region.prof-dr-bernd-kuester-direktor-mhk-3_favorit

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Striche, die es auf den Punkt bringen

Mit wenigen Strichen erweckt Felix Kramer Figuren und Szenerien zum Leben. „Trickfilm-Journalismus“ nennt er das. Und tatsächlich sind seine Filme mehr als bloße Trickfilme oder Cartoons: Es sind „Erklärfilme“ mit einer großen Prise Witz und Humor, die oft komplexe Dinge einfach darstellen und auf den Punkt bringen. Im Moment arbeitet der Student der Kasseler Kunsthochschule an einem Film über das Hessische Landesmuseum, das Ende November in Kassel wieder eröffnet.

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Der Turm und seine bewegte Geschichte

Das Hessische Landesmuseum ist eines der architektonisch markantesten Gebäude in der Kasseler Innenstadt. Das im Jahr 1913 eingeweihte Museum des Architekten Theodor Fischer überstand die großflächigen Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges glücklicherweise nahezu unbeschadet. Somit ist insbesondere auch der Turm schon seit über 100 Jahren ein beeindruckender Blickfang am Beginn der Wilhelmshöher Allee. Wenn das Hessische Landesmuseum in wenigen Monaten wiedereröffnet, werden die Besucher Gelegenheit haben, den Turm zu erklimmen. Von hoch oben kann man den Blick weit schweifen lassen – über die Kasseler Innenstadt bis hoch in den Bergpark Wilhelmshöhe. Wir haben uns näher mit der Geschichte des Museumsturmes beschäftigt.

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Wohin mit all dem Stroh?

Wer derzeit über Land fährt, erfreut sich an weiten, goldgelben Kornfeldern. Teils wird schon geerntet, und große gerollte Strohballen liegen auf den Fluren. Verwendet wird das Stroh heute vorwiegend in der Landwirtschaft. Doch im frühen 18. Jahrhundert lieferte es das Ausgangsmaterial für virtuose Kunstwerke, wie sie sich noch heute in der Sammlung Angewandte Kunst erhalten haben. Ein Brettspielkasten, zwei Würfelbecher, zahlreiche Spielkarten, Spielmarken und selbst Würfel – sie alle besitzen Oberflächen aus raffiniert zusammengesetzten und eingefärbten Strohhalmen! Im neuen Hessischen Landesmuseum in Kassel werden diese Raritäten erstmals wieder ausgestellt werden.

Carl Hinrich Hering, Spiele mit Strohauflagen, Braubach am Rhein, 1724.

Carl Hinrich Hering, Spiele mit Strohauflagen, Braubach am Rhein, 1724.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dem Blaufärber über die Schulter geschaut

Wer kennt heute noch Löffelschnitzer, Kötzenmacher und Gelbgießer? Und was hat eigentlich ein Blaufärber genau gemacht? Eine Reise in vergangene Arbeitswelten alter Handwerke bietet die neue Dauerausstellung des Hessischen Landesmuseums. Berufe, die bis ins 19. Jahrhundert in vielen Werkstätten Nordhessens ausgeübt wurden, sind nicht nur ein Teil unserer regionalen Geschichte, sie lassen uns auch verstehen, wie abgekoppelt wir heute vom Entstehen vieler unserer Gebrauchsgegenstände sind. Blicken wir einmal in eine Blaufärberwerkstatt von damals.

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Schwälmer Tracht eines jungen Mädchens.
Der Stoff von Rock und Schürze
wurde in Handarbeit blau und schwarz gefärbt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Von der Rolle: Moritzgemälde im Hessischen Landesmuseum zur Restaurierung eingetroffen

Es ist ein Familienbild von besonderer Dimension: 2,35 mal 4,22 Meter misst das Ölgemälde „Landgraf Moritz von Hessen-Kassel mit seiner Familie“ von August Erich (1618-1628). Im Hessischen Landesmuseum, das im Dezember in Kassel wiedereröffnet, wird es eine besondere Attraktion auf Ebene zwei sein, die sich mit der nordhessischen Geschichte vom Mittelalter bis ins frühe 19. Jahrhundert befasst. Bis es soweit ist und die Besucher Landgraf Moritz und seiner Großfamilie Auge in Auge gegenübertreten können, sind wichtige Restaurierungsarbeiten nötig. Diese geschehen direkt vor Ort im neuen Ausstellungsraum auf einem großflächigen Tisch. Nun wurde das Gemälde mit einem Lastwagen zum Museum transportiert und von einer großen Rolle mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern abgerolllt. In den kommenden fünf Monaten wird es fachgerecht vom Atelier Kluger und Böhme aus Baunatal restauriert.

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Im Druck – Ausstellungstexte und Grafiken entstehen im Hessischen Landesmuseum

Texte und Grafiken sind wichtige Informationsträger im Museum. Sie sollen auf interessante und unterhaltsame Weise über die ausgestellten Objekte und ihre kulturgeschichtlichen  Zusammenhänge informieren. Die Texte zur neuen Dauerstellung im Hessischen Landesmuseum in Kassel liegen vor; alle benötigten Zeichnungen und Fotografien sind vorhanden. Nun müssen sie an den Wänden und Vitrinen der neuen Dauerausstellung angebracht werden – eine aufwendige Arbeit, die viel Geschick erfordert. Wir schauen den Mitarbeitern der Firma Eicher Werkstätten über die Schulter. Weiterlesen