Noch 36 Tage

Dem Sturm entgangen

Sammlung Angewandte KunstDer Altaraufsatz zählt zu den wenigen Altären Niederhessens, die den Bildersturm in Folge der sog. Zweiten Reformation, also dem Übertritt des hessischen Landgrafen Moritz zur Reformierten Kirche, überstanden haben. Das Kloster Ahnaberg, das auch als frühe Grablege der Landgrafen von Hessen diente, wurde 1527 durch Philipp den Großmütigen aufgehoben und das Gebäude schließlich 1879/80 abgebrochen. 1917 gelangte der Ahnaberger Altaraufsatz in das Hessische Landesmuseum, wo er demnächst wieder von der Geschichte der Landgrafschaft erzählen wird.

Noch 39 Tage

Glanzstück!

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Die prachtvolle vergoldete Silberkanne ist nicht nur eines der bedeutendsten Profangefäße des Spätmittelalters. Aus dem Silberschatz der Grafen von Katzenelnbogen im Jahr 1479 in den Besitz der Landgrafen von Hessen-Kassel gelangt, symbolisierte der so genannte Katzenelnbogische Willkomm noch ein Jahrhundert nach seiner Fertigung das Territorium der ehemaligen Grafschaft am Rhein. So wurde die Prunkkanne bei der Landesteilung  1567 Philipp dem  Jüngeren zugesprochen, als dieser die Niedergrafschaft Katzenelnbogen mit der Festung Rheinfels erbte. Mehr über das weitere Schicksal dieses Meisterwerks der Goldschmiedekunst und seine Bedeutung für die Landgrafschaft Hessen-Kassel können Sie bald im Hessischen Landesmuseum entdecken.  Wir heißen Sie Willkomm (en)!

Vorsicht zerbrechlich…

Langsam finden alle Objekte ihren Platz in den neuen Ausstellungsräumen des Hessischen Landesmuseums – von großen schweren Skulpturen, die nur mit entsprechendem Equipment und viel Manpower an ihren Platz gebracht werden können, bis hin zu fragilen Kunstwerken, die oft gerade einmal handtellergroß sind.

Zu letzteren zählt ein besonderes Meisterwerk der Steinschneidekunst: ein Bergkristallpokal des Mailänder Meisters Annibale Fontana.

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willkomm(en) zurück

WilkommDer sog. Katzenelnbogische Willkomm aus vergoldetem Silber zählt zu den kunstvollsten und historisch bedeutungsvollsten Prunkgefäßen des deutschen Spätmittelalters. Der heute unbekannte Goldschmied gestaltete die schwere Schenkkanne nach dem Vorbild geböttcherter, weidenumflochtener Holzkannen und schmückte das „darstellende“ Tafelgerät zudem mit weiteren phantastischen Elementen. So sind etwa die Füße des Willkomms als Wachttürme gestaltet und der Ausguss als Greif mit ausgebreiteten Schwingen. An der festlichen Tafel diente die repräsentative Prunkkanne für heißen Gewürzwein zum Ausschank des Willkommenstrunks an die Gäste.

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Von der Idee zum Meisterwerk – Stiftungen ermöglichen bedeutenden Ankauf für das Hessische Landesmuseum

»Paris« …

... und »Bacchantin« des Bildhauers Pierre Étienne Monnot (1657–1733).

… und »Bacchantin«.

 

 

 

 

Vergangene Woche war es soweit, die Kunstwelt blickte gespannt nach Kassel, als die beiden bislang unbekannten Terrakotta-Statuetten »Paris« und »Bacchantin« von Pierre Étienne Monnot (1657–1733) der Öffentlichkeit präsentiert wurden.

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Christus als Schmerzensmann

Die ab kommenden Dezember in der neuen Dauerausstellung des Hessischen Landesmuseums ausgestellte Holzskulptur zeigt Christus im Bildtypus des Schmerzensmannes, auch Erbärmdebild oder Erbärmdechristus genannt.

Hans Multscher und Werkstatt, Ulm, um 1460, Lindenholz, gefasst, 73 x 29 x 17 cm.

Hans Multscher und Werkstatt, Ulm, um 1460,
Lindenholz, gefasst, 73 x 29 x 17 cm.

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Und sie schwebt doch: Von einer fliegenden Drillmaschine

Beim Betreten des überdachten Innenhofes auf der Ostseite des Gebäudes geht der Blick sofort nach oben: Sieben landwirtschaftliche Großgeräte hängen an Stahlseilen etwa vier Meter über dem Boden und präsentieren sich uns aus einer ganz neuen Perspektive. Weiterlesen

Interview mit Carola Klinzmann: Restauratorin für Möbel und Holzobjekte

Hinter den Kulissen der Museumslandschaft Hessen Kassel sind die Restauratorinnen und Restauratoren eifrig dabei, die Ausstellungsstücke für die neue Dauerausstellung im Landesmuseum vorzubereiten. Eine von ihnen ist Carola Klinzmann, Diplom-Restauratorin für Möbel und Holzobjekte, und seit 1999 in Kassel tätig. Einen kleinen Einblick in ihre Arbeit gewährt sie uns in einem Interview in ihrer Restaurierungswerkstatt.

Diplom-Restauratorin Carola Klinzmann in ihrer Werkstatt

Diplom-Restauratorin Carola Klinzmann in ihrer Werkstatt

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Winterzeit ist Bastelzeit

Bestickter Bezug für ein Kopfkissen, 19. Jahrhundert

Bestickter Bezug für ein Kopfkissen, 19. Jahrhundert

Was gibt es schöneres, als im Winter, nach Feierabend, mit einer Wolldecke auf dem Sofa im warmen Wohnzimmer zu sitzen und ein gutes Buch zu lesen, Musik zu hören oder zu stricken? Gerade in den letzten Jahren wird wieder gebastelt, gestrickt und genäht, was das Zeug hält. Während Handarbeiten unter jungen Leuten lange Zeit verpönt waren, erleben sie nun schon seit einigen Jahren einen Hype. Obwohl es noch gar nicht so lange her ist, dass es für junge Frauen üblich war, mithilfe sogenannter Stickmusterbücher oder -vorlagen ihr Geschick mit Nadel und Faden zu beweisen. Weiterlesen

Zucht und Ordnung – ein Meilenstein der Reformationsgeschichte kommt nach Kassel

Unscheinbar kommt das kleine Bändchen daher: Nicht einmal 50 Blatt, gebunden in ein marmoriertes Buntpapier und nur etwa so groß wie eine Postkarte. Aber die „Ordenung der Christlichen Kirchenzucht, Für die Kirchen im Fürstenthumb Hessen“, meist „Ziegenhainer Zuchtordnung“ genannt, von 1539 hat es in sich.

Die „Ziegenhainer Zuchtordnung“ gebunden in vermutlich zeitgenössisches Buntpapier.

Die „Ziegenhainer Zuchtordnung“ gebunden in vermutlich zeitgenössisches Buntpapier.

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