Das Hessische Landesmuseum eröffnet!

Es ist soweit: Mit einem großen Eröffnungswochenende werden heute und morgen die Tore zum neu gestalteten Hessischen Landesmuseum wieder für Sie geöffnet! Von 11 bis 18 Uhr erwartet Sie an beiden Tagen ein umfangreiches Programm. Der Eintritt ist frei!

Schauen Sie hier einmal hinter die Kulissen des Museums. Der Film zeigt, wie sich die Räume auf den drei Ebenen im Laufe der letzten Monate verändert haben. Durch die fleißige Arbeit unzähliger Hände präsentiert sich das Hessische Landesmuseum nun im neuen Glanz!

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WilkommDer sog. Katzenelnbogische Willkomm aus vergoldetem Silber zählt zu den kunstvollsten und historisch bedeutungsvollsten Prunkgefäßen des deutschen Spätmittelalters. Der heute unbekannte Goldschmied gestaltete die schwere Schenkkanne nach dem Vorbild geböttcherter, weidenumflochtener Holzkannen und schmückte das „darstellende“ Tafelgerät zudem mit weiteren phantastischen Elementen. So sind etwa die Füße des Willkomms als Wachttürme gestaltet und der Ausguss als Greif mit ausgebreiteten Schwingen. An der festlichen Tafel diente die repräsentative Prunkkanne für heißen Gewürzwein zum Ausschank des Willkommenstrunks an die Gäste.

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Eine Stele zieht um

Vieles um die Stele von Ellenberg (Guxhagen), Schwalm-Eder-Kreis, ist unklar: Wer ihre Hersteller waren, warum sie angefertigt wurde und wo sie ursprünglich aufgestellt war. Immerhin: Wir wissen, dass sie zu einem jungsteinzeitlichen Grabhügel gehörte und daher mindestens in die Zeit vor 2800 und 2200 v. Chr. datiert. Über ihre Auffindung konnten wir bereits an anderer Stelle berichten.

Sicher ist auch: Die Stele von Ellenberg zählt zu den Schwergewichten unter den Objekten der neuen Dauerausstellung im Hessischen Landesmuseum in Kassel. Einschließlich ihres modern ergänzten Unterteiles bringt sie rund 225 kg auf die Waage – und die müssen erst einmal bewegt werden. Wir haben den Transport mit dem Fotoapparat begleitet. Weiterlesen

Neues von der Altenburg – Ein Geländemodell und seine Folgen

Eigentlich sind Archäologen ja immer froh, wenn etwas Neues entdeckt wird. Erhalten sie doch fast immer neue Erkenntnisse, die tiefere Einsichten in das Leben in ferner Vergangenheit ermöglichen. Es gibt jedoch Momente, da kommen neue Forschungsergebnisse eher ungelegen – so etwa, wenn man gerade ein Museum einrichtet …

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Reproduktionen aus der Sammlung des Deutschen Tapetenmuseums in der neuen Dauerausstellung des Hessischen Landesmuseums

Die neue Dauerausstellung des Hessischen Landesmuseums in Kassel greift in verschiedenen Bereichen ihrer Präsentation auf die Sammlung des Deutschen Tapetenmuseums zurück. Um ein Bild der bürgerlichen Wohnkultur vom frühen 19. bis ins frühe 20. Jahrhundert zu vermitteln, wird zeitgenössisches Mobiliar vor der typischen Wandbekleidung ausgestellt. Aus den reichhaltigen Beständen des Deutschen Tapetenmuseums wurden passende Tapeten ausgewählt, die mit Unterstützung der Marburger Tapetenfabrik und mithilfe eines digitalen Verfahrens nachgedruckt und inzwischen auch angebracht wurden.

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einzigART – die jungen Freunde des Museumsvereins Kassel e.V.

Im Jahr 1974, anlässlich der Neueröffnung der Gemäldegalerie Alte Meister und der Antikensammlung, wurde der „Verein der Freunde der Kasseler Kunstsammlungen, Kassel e.V.“, heute „Museumsverein Kassel e.V.“, gegründet. Ziel des Vereins ist die Förderung der Museumslandschaft Hessen Kassel in unterschiedlichen Projekten im Bereich Ausstellungen, Restaurierung, Publikationen, Museumspädagogik oder Neuerwerbungen. 2008 war es dann soweit: innerhalb des Museumsvereins Kassel e. V. wurde einzigART, die jungen Freunde des Museumsvereins Kassel e.V., gegründet, um ein jüngeres Publikum anzusprechen. Momentan sammelt der Verein Spenden für die Restaurierung einer Prunkvase, die in der neuen Dauerausstellung im Hessischen Landesmuseum zu sehen sein wird.Das Team von einzigArt, 2015: Nicolas Wefers, Katharina Proksch, Julia Ronge (Sprecherin), Stefanie Rehm, Julia Friedrich, Carolin Oetterer, Rebecca Petri, Lara Schmidt, Sophie-Luise Mävers, Alexandra Winterhoff, Theresa Koch, Jan Sydow, Isabelle Berninger, Dana Schütte (v.l.n.r.) Fehlend: Johannes Hümme und Christiane Just (c) Foto: Bethke

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Von der Rolle: Moritzgemälde im Hessischen Landesmuseum zur Restaurierung eingetroffen

Es ist ein Familienbild von besonderer Dimension: 2,35 mal 4,22 Meter misst das Ölgemälde „Landgraf Moritz von Hessen-Kassel mit seiner Familie“ von August Erich (1618-1628). Im Hessischen Landesmuseum, das im Dezember in Kassel wiedereröffnet, wird es eine besondere Attraktion auf Ebene zwei sein, die sich mit der nordhessischen Geschichte vom Mittelalter bis ins frühe 19. Jahrhundert befasst. Bis es soweit ist und die Besucher Landgraf Moritz und seiner Großfamilie Auge in Auge gegenübertreten können, sind wichtige Restaurierungsarbeiten nötig. Diese geschehen direkt vor Ort im neuen Ausstellungsraum auf einem großflächigen Tisch. Nun wurde das Gemälde mit einem Lastwagen zum Museum transportiert und von einer großen Rolle mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern abgerolllt. In den kommenden fünf Monaten wird es fachgerecht vom Atelier Kluger und Böhme aus Baunatal restauriert.

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Im Druck – Ausstellungstexte und Grafiken entstehen im Hessischen Landesmuseum

Texte und Grafiken sind wichtige Informationsträger im Museum. Sie sollen auf interessante und unterhaltsame Weise über die ausgestellten Objekte und ihre kulturgeschichtlichen  Zusammenhänge informieren. Die Texte zur neuen Dauerstellung im Hessischen Landesmuseum in Kassel liegen vor; alle benötigten Zeichnungen und Fotografien sind vorhanden. Nun müssen sie an den Wänden und Vitrinen der neuen Dauerausstellung angebracht werden – eine aufwendige Arbeit, die viel Geschick erfordert. Wir schauen den Mitarbeitern der Firma Eicher Werkstätten über die Schulter. Weiterlesen

Die Werkstatt steht

Wie Sie bereits hier erfahren konnten, war es gar nicht so einfach, den großen Webstuhl, der eine entscheidende Rolle im Ensemble der Werkstatt von Mörshausen spielt, an seinen endgültigen Platz im Museum zu manövrieren. Nachdem er einige Zeit gut verpackt in der Ecke verweilte, wurden nun auch alle anderen Maschinen und Ausstattungsgegenstände der Weberei Ferdinand Strube im Landesmuseum eingebracht. Diese Werkstatt hatte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf die Fertigung von Webblättern und Weblitzen spezialisiert. Im Landesmuseum steht die Weberei Strube als Beispiel für einen Handwerksbetrieb, der weiterbestand, während viele andere Handwebereien durch die Konkurrenz maschinell gefertigter Industrieprodukte verdrängt wurden. Mit der Umstellung der Werkstatt auf andere Produkte, und zwar die Herstellung von Webgeschirren, konnte nämlich ein neuer Kundenstamm aufgebaut werden.

Wie der Einzug der Werkstatt genau ablief? Sehen Sie selbst: Weiterlesen