Mein Freiwilliges Jahr in der volkskundlichen Sammlung

Mein Name ist Annika Breuker und ich bin seit September 2014 als Freiwillige im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) Kultur in der volkskundlichen Sammlung der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) tätig. Bereits in der Schule hatte ich im Leistungskurs Geschichte festgestellt, dass ich gerne weiter geschichtswissenschaftlich arbeiten würde. Ich kam schließlich auf die Idee, mich für ein FSJ zu bewerben, da ich nach dem Schulabschluss praktische Erfahrungen sammeln wollte, bevor ich mich für ein Studium entschied.  Weiterlesen

Selbstgeschrieben. Zum Umgang mit subjektiven Selbstzeugnissen als historische Quelle in der Sammlung Volkskunde

Ob Tagebuch oder Feldpostbrief, Liederbuch oder Rezeptheft. Trotz ihrer unterschiedlichen Funktionen haben all diese schriftlichen Selbstzeugnisse eines gemeinsam: Sie geben uns Auskunft über das subjektive Erleben und Empfinden eines Individuums in seiner Zeit. Durch diese selbstgeschriebenen Quellen, die u. a. durch Schenkungen von Nachlässen in die Sammlung Volkskunde gelangen, erfahren wir etwas über vergangene Alltage und Lebensgewohnheiten auch von Menschen aus der unteren und mittleren sozialen Gesellschaftsschicht, die sonst nur als Teil der anonymen Masse des Volks in der Geschichte auftauchen. Weiterlesen

Feldpostbriefe als historische Quelle

Feldpostbriefe können uns viel über den Alltag eines Soldaten im Krieg erzählen. Sie vermitteln einen anschaulichen und sehr persönlichen Einblick in die Gefühlswelt des Schreibenden, geben jedoch auch Aufschluss über die Versorgungslage, das Kampfgeschehen und die Unterkunft. Für die Soldaten im Ersten Weltkrieg bedeuteten sie die einzige mögliche Form der Kontaktaufnahme und Kommunikation mit ihrer Familie und ihren Freunden in der Heimat. Diese erhielten mit jedem eintreffenden Brief ein weiteres Lebenszeichen von der Front. Weiterlesen

Geschichten erzählen: Die Wandervögel und der Erste Weltkrieg

Als Hessisches Landesmuseum in Kassel haben wir auch den Auftrag, hessische Landesgeschichte zu präsentieren. Das Spektrum reicht von den ersten Bauern in Nordhessen, über die Zeit Landgraf Karls in Kassel bis hin zur Nachkriegszeit. Doch neben der großen Ereignisgeschichte und den Mächtigen der vergangenen Zeit möchten wir den Besucherinnen und Besuchern auch Geschichten „aus dem Volk“ erzählen. Zahlreiche Nachlässe und persönliche Dokumente aus der Sammlung Volkskunde, wie Feldpostbriefe, Haushaltsbücher oder Fotoalben, können dazu beitragen. Weiterlesen