Die evangelische Marburger Tracht – modischer Look in Oberhessen

Kann eine Tracht als traditionelle ländliche Kleidung auch modern sein? Die evangelische Marburger Tracht kann! Entstanden ist sie vermutlich bereits im 18. Jahrhundert im Ebsdorfer Grund im heutigen Kreis Marburg-Biedenkopf. Sie breitete sich im Laufe der Zeit immer weiter aus und verlor dabei nie an Aktualität. Warum? Die Kunst war es, sich immer auch an der städtischen Mode zu orientieren. Aufgrund ihrer Beliebtheit verdrängte sie dabei andere, weniger auffällige Trachten wie die bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts auch im alten Kreis Marburg verbreitete sogenannte schwarze Tracht des Hinterlandes.

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einzigART – die jungen Freunde des Museumsvereins Kassel e.V.

Im Jahr 1974, anlässlich der Neueröffnung der Gemäldegalerie Alte Meister und der Antikensammlung, wurde der „Verein der Freunde der Kasseler Kunstsammlungen, Kassel e.V.“, heute „Museumsverein Kassel e.V.“, gegründet. Ziel des Vereins ist die Förderung der Museumslandschaft Hessen Kassel in unterschiedlichen Projekten im Bereich Ausstellungen, Restaurierung, Publikationen, Museumspädagogik oder Neuerwerbungen. 2008 war es dann soweit: innerhalb des Museumsvereins Kassel e. V. wurde einzigART, die jungen Freunde des Museumsvereins Kassel e.V., gegründet, um ein jüngeres Publikum anzusprechen. Momentan sammelt der Verein Spenden für die Restaurierung einer Prunkvase, die in der neuen Dauerausstellung im Hessischen Landesmuseum zu sehen sein wird.Das Team von einzigArt, 2015: Nicolas Wefers, Katharina Proksch, Julia Ronge (Sprecherin), Stefanie Rehm, Julia Friedrich, Carolin Oetterer, Rebecca Petri, Lara Schmidt, Sophie-Luise Mävers, Alexandra Winterhoff, Theresa Koch, Jan Sydow, Isabelle Berninger, Dana Schütte (v.l.n.r.) Fehlend: Johannes Hümme und Christiane Just (c) Foto: Bethke

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Von der Rolle: Moritzgemälde im Hessischen Landesmuseum zur Restaurierung eingetroffen

Es ist ein Familienbild von besonderer Dimension: 2,35 mal 4,22 Meter misst das Ölgemälde „Landgraf Moritz von Hessen-Kassel mit seiner Familie“ von August Erich (1618-1628). Im Hessischen Landesmuseum, das im Dezember in Kassel wiedereröffnet, wird es eine besondere Attraktion auf Ebene zwei sein, die sich mit der nordhessischen Geschichte vom Mittelalter bis ins frühe 19. Jahrhundert befasst. Bis es soweit ist und die Besucher Landgraf Moritz und seiner Großfamilie Auge in Auge gegenübertreten können, sind wichtige Restaurierungsarbeiten nötig. Diese geschehen direkt vor Ort im neuen Ausstellungsraum auf einem großflächigen Tisch. Nun wurde das Gemälde mit einem Lastwagen zum Museum transportiert und von einer großen Rolle mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern abgerolllt. In den kommenden fünf Monaten wird es fachgerecht vom Atelier Kluger und Böhme aus Baunatal restauriert.

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Interview mit Carola Klinzmann: Restauratorin für Möbel und Holzobjekte

Hinter den Kulissen der Museumslandschaft Hessen Kassel sind die Restauratorinnen und Restauratoren eifrig dabei, die Ausstellungsstücke für die neue Dauerausstellung im Landesmuseum vorzubereiten. Eine von ihnen ist Carola Klinzmann, Diplom-Restauratorin für Möbel und Holzobjekte, und seit 1999 in Kassel tätig. Einen kleinen Einblick in ihre Arbeit gewährt sie uns in einem Interview in ihrer Restaurierungswerkstatt.

Diplom-Restauratorin Carola Klinzmann in ihrer Werkstatt

Diplom-Restauratorin Carola Klinzmann in ihrer Werkstatt

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Interview mit Anne Becker: Restauratorin für Kunsthandwerk

Die Restauratoren und Restauratorinnen der Museumslandschaft Hessen Kassel sorgen nicht nur dafür, dass sich die Objekte den Besuchern im Museum von ihrer besten Seite zeigen können. Sie entschlüsseln auch historische Herstellungs- und Bearbeitungsmethoden, erforschen alte Materialien und erhalten die Sammlungsstücke für nachfolgende Generationen.  Zu ihnen zählt Frau Anne Becker, die seit November 2000 als Restauratorin für Kunsthandwerk bei der MHK tätig ist. Wie sie nach Ihrem Studium der Restaurierung archäologischer, kunsthandwerklicher und volks- und völkerkundlicher Objekte in Stuttgart schließlich nach Kassel kam, verrät sie uns in einem Interview in ihrer Restaurierungswerkstatt.

Diplomrestauratorin Anne Becker in ihrer Werkstatt

Diplomrestauratorin Anne Becker in ihrer Werkstatt

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Die Rheinfelstafel

Detail der Rheinfelstafel

Detail der Rheinfelstafel

Eine der bekanntesten Pietra-dura-Arbeiten der Kasseler Steinschneidewerkstätten des 18. Jahrhunderts ist die so genannte „Rheinfelstafel“, ein aus Steinen zusammengesetztes Bild mit Abmessungen von 1,91 x 1,41 m und einem Gewicht von etwa 450 kg. Pietra-dura (ital. „harter Stein“), auch Florentiner Mosaik genannt, bezeichnet im Kunsthandwerk die Technik, Bilder und Ornamente aus zurecht geschliffenen Intarsien zu legen. Das Werk gehört heute zur Sammlung Angewandte Kunst und ist bald wieder in der neuen Dauerausstellung des Hessischen Landesmuseums in Kassel zu sehen. Weiterlesen

Julia Dummer: Restauratorin für Textilien und Objekte aus Leder

Julia Dummer ist seit 2001 Restauratorin bei der MHK. Sie befasst sich mit Textilien und Objekten aus Leder, darunter auch die hessischen Trachten der Sammlung Volkskunde, die in unserem Blog bereits vorgestellt wurden. In einem Interview gibt uns Frau Dummer Einblicke in ihr Arbeitsfeld und erzählt, wie sie zur Restaurierung kam.
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… nicht alles Gold was glänzt – ein Besuch in der Metallrestaurierung

Metallrestauratoren konservieren und restaurieren ganz unterschiedliche Objekte. Das können archäologische Exponate aus der Vor- und Frühgeschichte, aus dem Kunsthandwerk und wissenschaftliche Messinstrumente oder Alltagsgegenstände aus der Friedrich Trier und Julia Fondis in der WerkstattSammlung Volkskunde sein. Im Rahmen der Neueinrichtung des Hessischen Landesmuseums kümmern sich momentan zwei Restauratoren ausschließlich um die Metallobjekte. Die Erkenntnis, dass nicht alles Gold ist was glänzt, hatten wir aber schon vor unserem Besuch in der Werkstatt von Metallrestaurator Friedrich Trier und Volontärin Julia Fondis. Weiterlesen

Barbara Häcker: Restauratorin für archäologisches Kulturgut

Barbara Häcker arbeitet seit Mai 2013 als Restauratorin für die MHK. Sie stammt aus dem Kasseler Raum und hat das Hessische Landesmuseum schon als Schülerin besucht. Nun ist sie selber an der Neueinrichtung des Hauses beteiligt. Welche Aufgaben ihr dabei zukommen und was eine Restauratorin für archäologisches Kulturgut eigentlich macht, erklärt sie uns in einem Interview. Weiterlesen