Lena Lang: Präventive Restauratorin und Leiterin der Depotverwaltung

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Seit ihrem ersten Museumsbesuch wusste Frau Lang, dass sie Restauratorin werden wollte. Wie sie dann letztendlich da gelandet ist, wo sie heute als Leiterin der Depotverwaltung bei der Museumslandschaft Hessen Kassel ist, erzählte sie uns in einem Interview „zwischen Tür und Angel“. Immer in Bewegung – ein typischer Zustand bei ihrer täglichen Arbeit. Weiterlesen

Dritter Blick in die Restaurierungswerkstatt

Heute nehmen wir ein besonders großes Objekt unter die Restaurierungslupe. Es handelt sich um das Gemälde „Landgraf Moritz von Hessen-Kassel mit seiner Familie“ von August Erich (1591 – 1670), welches in der Höhe 230,5 cm und in der Breite 422 cm misst. Weiterlesen

Wendelringe – Materialermüdung nach 2600 Jahren

Die so genannten Wendelringe der älteren Eisenzeit (600-450 v. Chr.) sind beeindruckende Schmuckstücke und Meisterwerke der Bronzeverarbeitung. Sie finden sich in Norddeutschland, dem Mittelrheingebiet, Thüringen und auch in Nord- und Mittelhessen. Sie wurden ausschließlich von Frauen als Halsschmuck getragen. Die ehemals goldglänzenden Ringe boten sicherlich einen reizvollen Anblick. Bis in die 1960er Jahre war jedoch völlig unklar, wie den Handwerkern der Eisenzeit die Herstellung dieser faszinierenden Schmuckstücke überhaupt gelang. Weiterlesen

Zweiter Blick in die Restaurierungswerkstatt

Nachdem Sie beim „Ersten Blick in die Restaurierungswerkstatt“ die Diplom-Restauratorin Anne Becker und ihre Arbeit an der prachtvollen Prunkkanne kennen gelernt haben, stellen wir Ihnen heute ein weiteres interessantes Kunstwerk vor, welches in der neuen Dauerausstellung des Hessischen Landesmuseums in restauriertem Zustand zu sehen sein wird. Es handelt sich um vier zum Teil fragmentarisch erhaltene Felder einer gotischen Kirchenverglasung, die um ca. 1310/1320 datieren. Sie stammen aus der Pfarrkirche St. Maria in Winnen, das heute zu Allendorf im Landkreis Gießen gehört. Die Glasfenster bestehen aus farbigen, mit Bleiruten verbundenen Scheiben und stellen vier weibliche Heilige dar. Zu erkennen sind unter anderem Maria, die das Jesuskind im Arm hält und Schleier, Blattkrone und Rosenstrauch trägt, sowie die heilige Katharina mit ihren Marterwerkzeugen Schwert und Rad. Zwei weitere Heilige können derzeit nicht näher identifiziert werden, wobei die Attribute einer Figur gänzlich fehlen und bei der anderen Darstellung Palmwedel und Buch auf ein Martyrium verweisen.

Darstellungen auf der gotischen Kirchenverglasung: Heilige mit Palme und Buch, Heilige mit Kopftuch, Maria mit Jesuskind, die heilige Katharina (v.l.n.r.)

Darstellungen auf der gotischen Kirchenverglasung:
Heilige mit Palme und Buch, Heilige mit Kopftuch, Maria mit Jesuskind, die heilige Katharina (v.l.n.r.)

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Erster Blick in die Restaurierungswerkstatt

Gut ausgeleuchtet wird die Prunkkanne aus Elfenbein und Silber im Hessischen Landesmuseum (HLM) in Kassel stehen. Sie gehört zu einem der besonders prunkvollen Objekte in der neuen Dauerausstellung. Doch bis das Exponat letztendlich in der Vitrine ausgestellt wird, braucht es einiges an Vorarbeit. Während das Konzept der Ausstellung hauptsächlich von den Sammlungsleiterinnen erarbeitet wurde, arbeiten sie doch eng mit den Restauratorinnen und Restauratoren zusammen. Denn sie sind die Experten, wenn es um die Exponate geht. Sie kennen die Materialität der Objekte am besten, beurteilen ihren Zustand und kümmern sich um ihre Verwahrung im Depot. Weiterlesen